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Im Zeitalter der Echtzeitstrategie sind rundenbasierende Strategiespiele eher die Ausnahme. Eine solche Ausnahme landete kürzlich in Form von Ubisofts Heroes of Might and Magic V in den Regalen der Kaufhäuser. Dieses traditionsreiche Fantasy-Strategiespiel hat sich vom Spieleprinzip her seit der ersten Version, die vor über einem Jahrzehnt erschienen ist, kaum verändert.
Ausgangspunkt ist eine Heldenfigur, die sich auf einer fantastisch wirkenden, unerforschten und teils von grauenvollen Kreaturen bevölkerten Landkarte wiederfindet. Es gilt, die Karte zu erkunden, sie von Monstern zu befreien und die Gegner aus ihren Festungen zu jagen.
Um in den Schlachten gegen Monster erfolgreich zu sein, muss der Held eine schlagkräftige Armee anheuern. Die Armee bestehet, je nach beherrschtem Volk, aus Erzengeln, Geistern, Rittern oder anderen Fantasiekreaturen. Diese werden vor allem in eigenen Städten angeworben. Die Städte können ihrerseits weiterentwickelt werden, um sich besser verteidigen zu lassen und größere Armeen hervorzubringen. So wie die Städte entwickeln sich auch die Helden mit jeder gewonnenen Schlacht weiter. Sie werden schlagkräftiger und erhalten magische Gegenstände.
Gekämpft wird, ebenfalls rundenbasierend, gegen unbewegliche, mehr oder minder zufällig auf der Karte platzierte Monster und gegen feindliche Helden. Während erstere zumeist leichte Beute darstellen, sollte man letzteren stets mit dem nötigen Respekt begegnen. Gewinnt man eine Schlacht, so wird man mit Gold, Artefakten und Erfahrungspunkten entlohnt. Wem die ständigen Keilereien auf Dauer zu langweilig erscheinen, kann sie auch automatisch ausführen lassen.
Der Spieler muss stets darauf bedacht sein, Armeen, Städte und Helden weiterzuentwickeln, um nicht plötzlich überrannt zu werden. Das nötige Kleingeld für die Kriegsspielchen wird in Sägemühlen, Erzgruben und Goldminen gewonnen, die es nicht nur zu erobern, sondern auch gegen den Feind zu verteidigen gilt. Und Feinde gibt es genug. Insgesamt streiten sechs verschiedene Völker um die Vorherrschaft.
Grafisch hat Heroes V einiges zu bieten. Die Landkarte im Spiel ist dreidimensional, das heißt, man kann sie bei Bedarf auch umherschwenken, was durchaus angenehm ist, um versteckte Schätze leichter aufspüren zu können. Die Landschaft ist fein ausgearbeitet und mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Auch sonst sind die grafischen Spielelemente dem Genre angemessen.
Der Soundtrack ist stimmungsvoll und an die jeweilige Umgebung angepasst. So hat eine Waldfestung logischerweise ein anderes musikalisches Thema, als ein Himmelsschloss oder eine Höllengruft. Dennoch könnte die Hintergrundmusik in einigen Situationen eine Idee dezenter sein.
Fazit
Heroes of Might and Magic V macht definitiv süchtig! Eine Runde nach der anderen vergeht und ehe man sich versieht, ist die halbe Nacht bereits um. Freunde der rundenbasierten Strategie sollten auf dieses Game unbedingt mal einen Blick werfen!
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