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Gerade
neuere digitale Spiegelreflexkameras bieten häufig die Funktion,
Fotos neben dem komprimierten JPEG-Format auch im RAW-Format abzulegen.
Das RAW-Format bietet gegenüber anderen Speichermethoden
verschiedene Vorteile im Hinblick auf die Bildqualität, da in
diesem Format die Bilddaten, ohne Nachbearbeitungsprozesse durch die
Automatik der Kamera, mit einer sehr hohen Farbtiefe abgespeichert
werden. Schattenseite dieser Technik ist allerdings, dass es nicht
„ein“ RAW-Format gibt, sondern jeder Kamerahersteller
gleich mehrere dieser Formate in seine verschiedenen Kameramodelle
implementiert. Diese große Vielfalt an Formaten hat zur Folge,
dass RAW-Dateien von gängigen Bildbearbeitungsprogrammen nicht
verarbeitet werden können. Abhilfe schaffen so genannte
RAW-Konverter. Das sind Programme, welche die RAW-Dateien in andere
Formate umwandeln können.
„RAW
Shooter Premium 2006“ von Pixmantec ist ein solcher
RAW-Konverter. Neben einer einfachen Funktion, mit der die Bilddateien
in ein anderes Format transformiert werden können, bietet die
Software aber auch verschiedene Funktionen zur Bildnachbearbeitung. Die
Benutzeroberfläche der Software erweckt dabei eher den Eindruck
eines kleinen Bildbetrachtungsprogramms. Doch der Schein trügt,
denn die auf der Seitenleiste befindlichen Regler ermöglichen eine
Vielzahl an Nachbearbeitungsmöglichkeiten. Dabei geschehen alle
Bearbeitungsvorgänge non-destruktiv, das bedeutet, die
Nachbearbeitungsvorgänge werden nicht auf die Bilddatei selbst
angewandt, sondern in einer ausgelagerten Datei ausgeführt, so
dass die RAW-Datei in ihrem Originalzustand nicht angetastet wird und
folglich auch nicht durch die Nachbearbeitung zerstört werden
kann.
Von den
Nachbearbeitungsreglern sollen hier lediglich die für helle und
dunkle Bereiche separat einstellbaren Kontraste erwähnt sein.
Außerdem besteht die Möglichkeit, mit einem einzelnen
Mausklick das Foto mit einem aus der Farbskala gewählten Farbton
einzufärben. Letztlich steht auch eine sehr flexibel einstellbare
Tonkurve zur Verfügung. Statt einer
Schritt-für-Schritt-Rückgängig-Funktion bietet
RAW-Shooter die Möglichkeit, „Snapshots“ der
aktuellen Bearbeitungsstufe anzufertigen, die es ermöglichen, zu
einem späteren Zeitpunkt zum aktuellen Bearbeitungsstand
zurückzukehren.
Neben
der Einzelbearbeitung bietet RAW-Shooter auch die Möglichkeit, die
Bildeinstellungen individuell oder im Stapelverarbeitungs-Verfahren auf
andere RAW-Dateien anzuwenden. Besonders interessant ist die
Möglichkeit, Voreinstellungen für alle Fotos zu definieren,
die mit einem bestimmten Kameramodell und mit bestimmten Einstellungen
fotografiert worden sind. Dadurch lassen sich viele sonst manuell
durchzuführenden Bearbeitungen vereinfachen.
Die
möglichen Arbeitsergebnisse sind
sehr gut und es ist auch kein technisches Vorwissen erforderlich, um
das Programm zu bedienen. Obgleich die Oberfläche schon nach einer
kurzen Einarbeitungszeit gut zu handhaben ist, empfiehlt es sich, einen
Blick in die Online-Hilfe zu werfen.
RAW-Shooter Premium 2006 unterstützt sehr viele verschiedene
RAW-Formate, kostet 99$ zzgl. 25% MwSt. und ist
über www.Pixmantec.com erhältlich.
Fazit
RAW-Shooter
Premium ist ein gut leicht zu bedienendes und sehr effektives
RAW-Bearbeitungsprogramm. Die kompakt angeordneten Schieberegler
ermöglichen einen zügigen Arbeitsablauf. Insgesamt ist die
Software vor allem für professionelle und ambitionierte
Hobbyfotografen zu empfehlen, die viel mit RAW-Dateien arbeiten.
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