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Mindjet MindManager 6 Pro

 

'Brainstorming' ist der neuhochdeutsche Ausdruck für das Problemlösen durch Sammeln spontaner Einfälle.

Dabei geht man gewöhnlich in zwei Schritten vor. Zuerst werden alle Stichworte, die mit dem Problem zusammenhängen ungeordnet auf ein Blatt Papier geschrieben. Auch eher abwegige und auf den ersten Blick ungewöhnliche Einfälle können sich als hilfreich herausstellen. Im zweiten Schritt werden die Einfälle geordnet und bewertet, sowie gegebenenfalls ergänzt.

MindManager ist eine Office-Anwendung, die es erlaubt, das Brainstorming am Computer durchzuführen. Abweichend vom 'normalen' Brainstorming werden beide Schritte, also das Ideenfinden und das Ordnen, in einem Schritt zusammengefasst.

MindManager funktioniert bildlich gesprochen nach einem Baum-Prinzip. Im Zentrum steht das Problem und die verschiedenen Ansätze oder Ideengruppen gehen in alle Richtungen ab. Je weiter diese Ideen ausdifferenziert werden, desto mehr gleicht das Aussehen einem Baum mit vielen Ästen. Das Ergebnis nennt sich "Mindmap".


Mit MindManager erstellte Mindmap

Der Vorteil bei dieser Methode des Brainstorming ist die große Flexibilität. Leicht können neue Bereiche aufgemacht, kombiniert und verschoben werden. Das wirkt sich auch auf die zeitliche Dimension aus, die durch den Einsatz dieser Methode zum Teil erheblich verkürzt werden kann.

Zudem ist eine Mindmap sehr übersichtlich und ermöglicht es auch anderen, die nicht direkt an der Ideenfindung beteiligt waren, die wesentlichen Elemente schnell zu erfassen, ohne unnötig stark verwirrt zu werden.

Nicht nur Texte, sondern auch Grafiken können eingebunden werden. So können komplexere Mindmaps übersichtlich gehalten werden. MindManager 6 verfügt selbst über eine Grafikbibliothek, so dass der Grundbedarf bereits gedeckt ist.

Eine hilfreiche Funktion ist der Anhang von Dateien, wie er von E-Mails bekannt ist. Dabei können bestimmten Zweigen Dateien jeglicher Art zugeordnet werden, die per Klick geöffnet werden können. So können beispielsweise bei größeren Projekten die Teilergebnisse archiviert und geordnet werden.


Benutzeroberfläche von MindManager 6 Pro

MindManager 6 kann aber nicht nur als Hilfsmittel zum Brainstorming genutzt werden, sondern auch um verschiedenste Arten von Baumdiagrammen und andere logische Abhängigkeits- und Zuordnungsverhältnisse grafisch übersichtlich darzustellen.

Die Bedienung ist einfach gestaltet. Mit einem einfachen Mausklick kann ein neues Feld aufgemacht werden und alles kann per Drag&Drop verschoben, verbunden und kombiniert werden. Auch eine weitgehende Tastatursteuerung ist möglich. Viele Funktionen sind in den Werkzeugleisten abgelegt.

Die fertige Mindmap kann gleich als Präsentation genutzt werden. MindManager 6 bietet dazu auch gleich den im Programm eingebauten Präsentations-Modus. Ein PowerPoint Export-Assistent ist auch verfügbar. Dieser produziert in wenigen Schritten durchaus passable Ergebnisse.

MindManager 6 ist in einer Basic und einer Pro-Variante verfügbar. Die Basic-Ausführung kostet im MindJet-Onlineshop 230,84 €, die Pro-Version 346,84 €. MindManager  unterstützt Windows 2000 und XP und ist zu MS-Office Anwendungen ab Version 2000 kompatibel.

Fazit
Mindjet MindManager 6 leistet hervorragende Arbeit beim Brainstorming und der grafischen Darstellung von Abhängigkeitsverhältnissen. Schnell und einfach können gute Ergebnisse, die sich leicht weiterverwenden und weitergeben lassen erzielt werden.

 Link zum Thema:

 

 

TuneUp Utilities 2006


TuneUp Utilities 2006 ist eine Softwaresammlung von verschiedenen Werkzeugen, die Eingriffe in Windows auch unerfahrenen Benutzern erlauben sollen.

Die einzelnen Programme lassen sich entweder einzeln oder über ein Startcenter öffnen. Das Startcenter unterteilt die Anwendungen in fünf verschiedene Kategorien:

  1. Anpassen & informieren,

  2. aufräumen & reparieren,

  3. optimieren & verbessern,

  4. verwalten & kontrollieren,

  5. Daten retten & vernichten.

Mit den TuneUp Utilities 2006 lassen sich verschiedene visuelle Elemente von Windows modifizieren. Es können beispielsweise Standardsymbole ausgetauscht werden: den Dateitypen können andere Bilder zugeordnet werden, Symbole der Systemsteuerung können verändert werden und Laufwerkssymbole können gewechselt werden. Auch kann der visuelle Stil ausgetauscht werden, wodurch Startmenü und die Caption-Leisten aller Anwendungen in ihrem Aussehen geändert werden. Last but not least kann ein benutzerdefinierter Windows-Ladebildschirm erstellt werden, in den auch persönliche Fotos gesetzt werden können.

Ein praktisch sehr nützliches Tool ist der "StartUp Manager". Mit ihm können alle beim Start von Windows geladenen Programme geändert werden. So kann manch eine Malware (so werden schädliche Programme genannt) erkannt werden und das System von unnötigen Geschwindigkeitsbremsen befreit werden. Dies funktioniert denkbar einfach per Checkkästchen-Auswahl.

Die TuneUp Utilities 2006 bieten auch automatische Optimierungsfunktionen. Dazu gehören der DiskCleaner, der nicht benötigte Dateien auf der Festplatte sucht und löscht und die Registrierungswerkzeuge, die die Windows-Registry nach Fehlern durchsuchen und diese beseitigen.

Der "System Optimizer" kann das System unter verschiedenen Gesichtspunkten beschleunigen. Einerseits können die Interneteinstellungen auf die Verbindungsgeschwindigkeit eingestellt werden und andererseits kann die Darstellung so heruntergefahren werden, dass Windows mehr Rechen- und Speicherkapazität für Anwendungen zur Verfügung steht. Auch ein Assistent für die automatische Wartung steht zur Verfügung.

Der Integrierte "Systemratgeber" überprüft das System und gibt Tipps zur Leistungssteigerung. Nicht alle dieser Tipps sollte man aber zwingend beherzigen, denn der Hinweis, man solle sich einen neuen Prozessor kaufen (was bei einem 1,7 GHz Centrino-Notebook nun wirklich nicht zwingend notwendig und ggf. gar unmöglich ist) oder die Bildschirmauflösung verringern (was bei einem TFT-Bildschirm widersinnig ist, weil darunter die Bildqualität leidet) sind ohne ausreichende Aufklärung über die Vor- und Nachteile, sowie die tatsächliche Notwendigkeit wohl fehl am Platze und werden manch einen Nutzer eher irritieren.

Der "MemOptimizer" kann Platz im Arbeitsspeicher dadurch schaffen, dass länger nicht benötigte Daten in die Auslagerungsdatei verschoben werden. Das begünstigt aktive Anwendungen, die so schneller ausgeführt werden können. MemOptimizer ist für PCs mit eher geringem Arbeitsspeicher empfehlenswert, auf dem viel Multitasking betrieben wird. Wer ohnehin 1 GB und mehr Arbeitsspeicher hat oder nur Textverarbeitung betreibt, sollte darauf verzichten.

Interessant ist das "System Information"-Werkzeug, das überblickartig viele Informationen über den Computer abrufbereit hält. Das reicht von den angeschlossenen Geräten, über die aktuelle Systemauslastung, über den Datendurchsatz im Netzwerk, bis hin zum eingegebenen Product-Key.

Die TuneUp Utilities 2006 bieten überdies noch die Funktion, gelöschte Dateien wiederherzustellen und Dateien endgültig und unumkehrbar zu löschen.

Zuletzt sei noch die "SystemControl"-Konsole zu erwähnen. Hier findet der Nutzer ein bunt zusammen gewürfeltes Sammelsurium von verschiedensten Einstellungen und Fehlerbehebungstools.

Die TuneUp Utilities 2006 sind für ca. 30€ erhältlich (z.B. bei www.amazon.de). Die UVP liegt bei 34,99€. Ein Upgrade einer von einer Vorversion kostet 19,99€.
Die Software ist kompatibel zu Windows 98, Me, 2000 und XP.

Fazit
Die Softwaresammlung TuneUp Utilities 2006 bietet viele Funktionen, um in Windows einzugreifen, Informationen zu bekommen und das System zu optimieren. Nicht alle Funktionen sind dabei qualitativ gleich sinnvoll und die Funktionen sollten noch etwas übersichtlicher geordnet sein. Eine alphabetische Liste würde einiges helfen. Zudem wäre eine unmittelbar sichtbare  Aufklärung über mögliche "Risiken und Nebenwirkungen" wünschenswert.

Alles in allem sind die TuneUp Utilities 2006 eine gute Softwaresammlung die nicht nur Einsteigern die Arbeit mit Windows erleichtern kann.

 Link zum Thema:

 

 

 
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Autor: @lex, Januar 2006