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14 Jahre ist es
inzwischen her, dass der erste Teil von Civilization in den Läden
stand. Was damals noch auf DOS-Ebene mit wenigen Farben als
2D-Spielfeld erschien, ist heute eine farbenfrohe, dreidimensionale
Welt. Am Spielsystem dagegen hat sich in fast eineinhalb Jahrzehnten
nichts grundlegendes geändert, sondern das Spiel ist immer weiter
ausgebaut und verfeinert worden, was einen wesentlichen Reiz der
Civilization-Reihe ausmacht.
In Civilization IV
geht es um nichts Geringeres als die Weltherrschaft. Das Ziel ist
klar abgesteckt, der Weg dahin hängt aber vom persönlichen Belieben
des Spielers ab. Wer lieber mit Mitspielern verhandelt, kann sich
der Diplomatie bedienen. Man kann durch wirtschaftlichen und
kulturellen Vorsprung die Vorherrschaft gewinnen oder aber als
Kriegsherr die Säbel rasseln lassen.
Nachdem man sich seine
Welt "gebastelt" hat (man kann bestimmen wie groß sie ist und wie
viel Wasser und welche Landform sie haben soll) und sich sein Volk
ausgesucht hat (jedes Volk hat andere Fähigkeiten), beginnt in Civilization IV auf einem
kleinen Stückchen Land auf einer großen weiten Welt mit einem
Siedler im Jahre 4.000 vor Christi Geburt.

Normalansicht. Grenzen sind
farblich gekennzeichnet.
Mit diesem Siedler
kann eine Stadt gegründet werden. Damit wäre der Grundstein für eine
Zivilisation gelegt. Diese Stadt kann durch Gebäude,
Verteidigungsanlagen und Weltwunder ausgebaut werden. Sie kann
weitere Siedler produzieren und Handelsnetze aufbauen.
Nachdem die erste
Stadt gegründet ist, wird die Forschung aufgenommen. Es werden neue
Technologien erforscht, die den Bau neuer Gebäude und neuer
Einheiten ermöglichen. Je mehr Gebäude gebaut werden, desto größer
wird der kulturelle Wert einer Stadt, wodurch sich der
Einflussbereich dieser Siedlung bis hin zu einer Metropole erweitert. Aber nicht
nur die Stadt kann ausgebaut werden, sondern auch die umliegenden
Ländereien. Hier können Häuser, Weideflächen, Straßen, Eisenbahnen,
Minen und andere Erweiterungen aufgestellt werden, die die
Wirtschaft einer Region stärken.
Neben der eigenen
Nation gibt es immer auch noch viele andere Mitspieler. Seien es KI-,
also Computer-Spieler, oder menschliche Spieler. Diese können
freundlich gesinnt sein oder aber auch feindlich. Dazwischen gibt es
auch Zwischenstufen, in denen man diplomatisches Geschick benötigt,
um Kriege zu vermeiden.
Sollte es doch einmal
zu einer kriegerischen Auseinandersetzung kommen, empfiehlt es sich,
mehrere moderne Einheiten in den Städten zu haben, um diese effektiv
verteidigen zu können. Ein interessantes Feature sind Lebensenergie
und Erfahrung. Im Kampf kann eine Armee Lebensenergie verlieren.
Sollte sie aber gewinnen, steigt der Erfahrungswert und sie kann
befördert werden, was die Kampfstärke erhöht. Wenn Sie der
betroffenen Einheit ein paar Runden Ruhe geben, wird sie sich auch
wieder bis zu vollen Lebensenergie erholen und ist damit
schlagkräftiger als vorher.

Weltwunder: Die Hängenden
Gärten
Neu hinzugekommen sind
die Konfessionen. Mit dem technologischen Fortschritt werden immer
neue Weltreligionen gegründet, die sich auch ausbreiten können.
Diese Religionen haben einen wesentlichen Einfluss auf diplomatische
Beziehungen zwischen den Nationen und auf die Produktivität der
Bürger.
All dies hört sich
sehr kompliziert an und wirkt für Einsteiger abschreckend. Dabei
können inzwischen viele Verwaltungsaufgaben vom Computer übernommen
werden und man muss sich auch nicht gleich zu Beginn des Spiels auf
alle Feinheiten einlassen. Die Entwickler von Civilization IV haben
es durch eine feine Abstufung der Schwierigkeitsgrade geschafft, das
Spiel sowohl für Einsteiger, wie auf für Profis spielbar zu machen.
So kann man das Spiel mit viel Tiefe spielen oder auch nur
oberflächlich, ohne dass dabei zuviel Spielspaß verloren ginge.
Vorbildlich ist das
über 200-seitige gedruckte Handbuch, das ausführlich über die vielen
verschiedenen Aspekte des Spiels aufklärt, dem aber ein
alphabetisches Stichwortverzeichnis hätte spendiert werden können,
um es besser als Nachschlagereferenz nutzen zu können. Außerdem ist
in der Packung noch ein großer ausklappbarer Technologiebaum und
verschiedene Übersichten enthalten.
Die Weltkarte und die
Einheiten werden als 3D-Objekte angezeigt. Das sieht durchaus
passabel aus, fordert den Rechner aber deutlich mehr, als eine
einfache 2D-Darstellung. So kann es auch bei einem modernen Computer
passieren, dass die Darstellung etwas hakt,
Dass Civilization IV
zum Ende hin sehr unter Zeitdruck produziert worden ist, macht sich
leider in manchen Menüs und Dialogen bemerkbar. Dort sind vereinzelt
nicht übersetzte englische Texte zu finden. Zwar wird dadurch der
Spielspaß nicht beeinträchtigt, aber es ist trotzdem schade.
Civilization bietet 73
in-Game-Soundtracks, die je nach technologischem Fortschritt und
Zeitalter gespielt werden. Alternativ können auch eigene MP3s
abgespielt werden.
Fazit
Sid Meier's Civilization IV kommt zur kalten Jahreszeit gerade
richtig. Fans werden nächtelang vor den Computern sitzen und morgens
völlig übermüdet zur Arbeit fahren. Civilization IV ist der Beweis,
dass rundenbasierte Strategiespiele auch heute nicht angestaubt
sind, sondern absolut packend sein können. Kauftipp!
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Testergebnis
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Gameplay |
sehr gut |
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Grafik |
befriedigend |
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Sound |
gut |
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Gesamt |
sehr gut |
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Links zum Thema:
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